Nepal

Schneeleopard Camp im dolpo

Der Schneeleopard ist ein scheuer Einzelgänger, den man kaum je zu Gesicht bekommt, was zu seiner Mystifizierung beiträgt. Sein Lebensraum befindet sich in kargen Gebirgslandschaften bis zur Grenze des ewigen Schnees, wo die Beutetiere rar sind. Dementsprechend gross ist sein Revier. In der Mongolei sind das etwa 100 - 300 km2, weil dort seine Hauptbeute, die Sibirischen Steinböcke, gerade einmal eine Dichte von einem Tier pro km2 aufweisen. Besser besetzte Jagdreviere findet der Schneeleopard in vielen Teilen Nepals vor. Im Shey - Phoksundo -Nationalpark im Dolpo reichen ihm bereits 10 - 40 km2 . Wer ein Trekking in diesem Gebiet unternimmt und Tag für Tag weiterzieht, hat trotzdem nur eine kleine Chance, die scheue Katze zu beobachten. Die Wahrscheinlichkeit steigt, wenn man einige Tage im selben Lager verbringt. Unser Schneeleopard Camp liegt am abgelegenen Ufer des einmalig schönen Phoksundo Sees im Dolpo. Dies ist ein typisches Schneeleoparden Gebiet mit genügend Blauschafen als Beutetiere.

Und sollten wir dennoch keine Katze zu Gesicht bekommen.....? Dann ist diese Reise immerhin eine attraktive Trekkingtour durch eine einzigartige Gebirgslandschaft - ein Ziel für sich.

 

   
Reisedaten:  Herbst 2019
   

Programm:

 

 1. Tag Linienflug ab Zürich oder Genf nach Katmandu, der Hauptstadt Nepals.
 2. Tag Ankunft in Katmandu. Besuch des geschäftigen Thamels oder ausruhen in unserem Hotel.
 3. Tag Inlandflug nach Nepalgunj im sehr warmen Tiefland nahe der indischen Grenze. Angenehme Unterkunft im Gasthaus.
 4. Tag Heute heisst es früh aufstehen. Der eindrückliche Sichtflug mit der kleinen Propellermaschine nach Juphal im Dolpo kann nur am frühen Morgen durchgeführt werden. Unsere Träger erwarten uns in der herbstlich kühlen Morgenluft am Flugplatz Juphal und begleiten uns auf dem Abstieg nach Rupgad 2017m am Thuli Beri Nadi (=Fluss). Hier oder bereits etwas weiter oben im Seitental Suli Gad wird auch unser erstes Zeltlager stehen.
 5. Tag Leicht ansteigend folgen wir dem kristallklaren Wildbach durch das anfangs noch breite Tal aufwärts bis Chepka auf 2720m, wo wir im Hof einer Lodge unser Camp einrichten.
 6. Tag Der gute, aber oftmals exponierte Weg führt durch die immer wilder werdende Schlucht aufwärts, durch prächtige Nadelwälder, die an steilen Felsflanken kleben. Im kleinen Dorf Rechi machen wir die Pause für den Lunch, in Sanduwa 2960m stellen wir die Zelte auf.
 7. Tag Die heutige Etappe ist nicht lang, aber sie führt in die Höhe. Bereits am Mittag erreichen wir das Dorf Ringmo auf 3640m ü. M. am türkisblauen Phoksundo See. Unsere Zelte stehen auf der Wiese am See.
 8. Tag Der Weiterweg ist atemberaubend. Der Weg ist teilweise aus der Felswand gemeisselt. Noch atemberaubender ist allerdings der folgende Aufstieg über einen mit allerfeinstem Staub bedeckten Weg. Dieser Staub wird uns noch länger in der Nase kitzeln. Unser Camp steht am Ende des Sees im Phoksundo Khola, inmitten von herbstlich verfärbten Büschen.
 9. Tag Wir durchwaten den Zufluss des Sees und steigen an bis auf einen Grat mit Gebetsfahnen, den wir überschreiten. Der anschliessende Abstieg führt ins Sagar Khola, wo wir an geeigneter Stelle unser Schneeleopard Camp einrichten. Dieses Tal liegt abseits der Trekkingrouten in einem der schönsten Winkel des Dolpos. Der See, die Nadelwälder, die kargen Berge darüber und der märchenhafte Platz - hier wollen wir einige Tage bleiben.

10. - 14. Tag Unser Lager bleibt für diese Zeit im Sagar Khola auf 3600m. Es hat kristallklare Bäche und genügend Holz für ein Lagerfeuer, aber keine Siedlungen und keine Trekkingrouten. Wir streifen über die offenen Berghänge und suchen uns gute Plätze, um mit dem Feldstecher und Fernrohr auf der Lauer zu liegen. Immer wieder entdecken wir kleine Rudel von Blauschafen, deren Bestand hier von Wölfen und Schneeleoparden reguliert wird. Die Gipfel erheben sich bis 5500m. An ihren Flanken haben Wasserläufe kleine Täler und Runsen geformt, seit sich das Dolpo vor ca. 1.5 Mio Jahren auf seine heutige Höhe gehoben hat. Etwa zu dieser Zeit hat sich die evolutionäre Entwicklungslinie des Schneeleoparden (Panthera uncia) von derjenigen des Löwen getrennt. Diese Spezies ist immer auf den asiatischen Kontinent beschränkt gewesen und hat sich einige Anpassungen an ihr hochgelegenes Verbreitungsgebiet angeeignet, z. B. ein sehr dichtes Winterfell, das stellenweise aus 4000 Haaren pro Quadratzentimeter bestehen kann. Ausserdem ist dies die einzige Grosskatze, die nicht brüllen kann - aber die einzige, die schnurren kann. Aber so nahe werden wir ihr nicht kommen.....
15. Tag Es wird Zeit, aufzubrechen. Nach diesen spannenden Tagen kommt nochmals etwas Spannung auf bei der Wegsuche hinauf ins Gyambo Khola.

Wir suchen einen Zustieg zum wunderschönen Zeltplatz von Danigar 4510m, mit dem gleissenden Gletscherberg Norbung Kang 6085m im Hintergrund.

16. Tag Nach unserem Aufenthalt sind wir bestens akklimatisiert. Wir überschreiten ohne Probleme den Bagala La 5169m zum Camp auf der schönen Wiese im Maduwa Khola, 3860m.
17. Tag Stetig abwärts erreichen wir bei Sanduwa den bereits bekannten Weg und folgen ihm zurück bis Chepka.
18. Tag Die Schlussetappe führt hinunter zum Thuli Beri Nadi und am Gegenhang hinauf nach Juphal. Ein letztes Mal stellen wir unsere Zelte auf. Wir feiern den Abschlussabend mit unserer bewährten Crew und lassen nochmals unseren Blick gegen das Dolpo schweifen.
19. Tag Früh am Morgen setzt unsere Maschine auf der Landebahn auf. Bald sind wir in der Luft und auf dem Weg nach Nepalgunj. Am gleichen Tag werden wir in Katmandu eintreffen.
20. Tag Ausschlafen, duschen, essen, trinken, Souvenirs kaufen, Pläne schmieden. Ein letzter freier Tag in Katmandu.
21. Tag Es heisst Abschied nehmen von diesem sympathischen Land. Wir fahren zum Flughafen.
22. Tag Wir landen in der Schweiz und tauchen ein in eine andere Welt.
   
   

    

Anforderungen:  
Dieses Trekking erfordert keine bergsteigerischen Kenntnisse. Die Route verläuft über gute Wege. Vom Camp aus hingegen unternehmen wir Ausflüge in wegloses Gebiet, wo eine gewisse Trittsicherheit von Vorteil ist.
Die Etappen auf dem Trekking dauern 3 - 6 Std. Dabei wird unsere Ausrüstung von Trägern oder Maultieren transportiert. Wir haben also nur Trinkflasche, Fotoapparat und Windjacke im leichten Tagesrucksack.
   

 

   

Verpflegung:

 
Unsere Küchenmannschaft kocht dreimal täglich für uns, also auch am Mittag. Tourenproviant ist kaum nötig, ausser für persönliche Gelüste zwischendurch.
Auf unseren Pirschgängen gibt es ein Lunchpaket von unserer Küchencrew.
 

 

   
Ausrüstung:  
Zelte, Küchenausrüstung und Verpflegung werden von uns zur Verfügung gestellt. Wir übernachten in geräumigen 2er Zelten.

Eine ausführliche Ausrüstungsliste erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung.

Impfungen:

 

Für Nepal sind keine Impfungen vorgeschrieben. 
   
Zeitverschiebung:  

   Nepal ist der Mitteleuropäischen Zeit 43/4 Std. voraus.

   
Klima:  
Der Herbst ist die beste Trekkingzeit in Nepal. Die Tage sind angenehm warm und der Himmel blau. In der Nacht kann das Thermometer allerdings gegen den Nullpunkt sinken.
   

Dokumente:

 

Für Nepal benötigen Sie einen Reisepass, der 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig ist. Das nötige Visum erhalten wir problemlos bei der Einreise am Flughafen.

 

Versicherung:

 

Eine Annullationskostenversicherung ist obligatorisch. Sie ist im Pauschalpreis nicht inbegriffen, um Doppelversicherungen zu vermeiden.
Preis: CHF 5980.- ab/bis Katmandu
 

Im Preis inbegriffen sind sämtliche Kosten während dem Trekking (Vollpension, alle Transporte in
Nepal, etc) sowie
Hotelübernachtung/Frühstück in Katmandu.

Nicht inbegriffen sind der internationale Flug nach Katmandu, die Visumkosten für Nepal(40US$)  sowie persönliche Ausgaben für Getränke, Souvenirs und Trinkgelder..

Gerne buchen wir auch den internationalen Flug für Sie!

 
Leitung:

Ernst Marti, Bergführer
Sulzbachstr. 23
8767 Elm
Mail: engg@active.ch
Tel: 055 642 19 91
www.engg.ch

 

 

   

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